Sonntag, 21. März 2010

Was man mit Ostereierfarben machen kann...

ich hatte diesen Riesenberg wollweisse Eiderwolle und fand das auf Dauer etwas langweilig. Im Internet hatte ich gelesen, dass man mit normalen Ostereierfarben die ersten Färbversuche starten kann.

Ostereierfarben gab es bei uns noch - ALSO LOS:

Warmes Essigwasser in einen Topf, Wolle rein, angerührte Farben "frei Schnauze" drauf und dann das Ganze erhitzen für 20-30 min. Das fixiert die Farben. Dabei darf nur wenig Bewegung im Wasser sein (nicht stark kochen - mehr sieden)




Danach sieht das Ganze etwas matschig aus. Dann raus aus dem Topf (vorsicht heiss), abkühlen lassen, in Essigwasser spülen und dann vorsichtig ausdrücken. Je weniger man die Wolle angrabbelt umso besser. Dann zum Trocknen aufhängen...

...und spinnen...
... dann Navajo-Verzwirnen...

... und dann sieht das so aus:


Die Farben kommen nicht gut raus, es ist für den ersten Versuch wirklich schön geworden.
96 g mit 71m Lauflänge

Hier meine bisherigen Schätzchen bzw. Versuche in chronologischer Reihenfolge (v.l. nach r.)






Spinnen - Erste Erfolge

Spinnen ist unglaublich beschaulich. Man sitzt da, das Rädchen summt und man produziert je nachdem wie gut alles klappt mehr oder weniger brauchbares Garn.

Wenn es klappt, ist man unglaublich stolz auf wenige Gramm Wolle!

Hier also die ersten Garne: Hier Wolle vom Blue Faced Leicester Schaf - superkuschelig, leicht zu spinnen in Mittelbraun / Creme .

Gewickelt auf der Nostepinne, damit sich ein Knäuel ergibt, das man sowohl von innen als auch von aussen abwickeln kann. Dann lässt sich ganz leicht der Einzelfaden zum stabileren Doppelfaden verspinnen.




88 g schwer und eine Lauflänge von 114,6 Metern (Inzwischen auch schon gezwirnt und gewaschen)

Nächster Ansatz: Eiderwolle - leicht creme-gelblich, stabil, nicht ganz so kuschelig aber dafür auch nur halb so teuer.

Hier als Einzelfaden auf der Spule:


Hier zwei gesponnene Spule auf der "Lazy Kate"


Hier das fertig gesponnene Garn auf dem Niddy-Noddy


120 g, Lauflänge 120 m - sieht aus wie ein Flammegarn und hängt grade zum Trocknen.

Samstag, 20. März 2010

Aller Anfang ist schwer - Teil 2 von "Oje, ich spinne"

Mittwoch kam die "Versendet"-Email vom Spinnradvermieter und Donnerstag wartete ich also sehnlichst auf den Paketmann.

Mittags um zwei kamen dann endlich diese zwei Pakete:



In einem jede Menge Wolle in mehreren Farben und Qualitäten und in dem anderen?

Ein Spinnrad hatt ich mir immer viel größer vorgestellt. Hier des Rätsels Lösung: Das IKEA-Prinzip:


In dem Karton befanden sich all diese Einzelteile, eine kopierte Aufbauanleitung und ein Inbus-Schlüssel. Ganz wie man es schon vom großen schwedischen Möbelhaus gewohnt ist. Also statt spinnen erstmal schrauben.



Hier das Ashford Kiwi in seiner ganzen Größe!

Die ersten Spinnversuche ergaben dann einen Haufen verzwirbelte Wolle, die nichts mit Garn gemeinsam hat:


Nach 20 Minuten konnte man schon kleine Knäuelchen wickeln:


Und hier das erste, was man sogar stricken könnte. Das war nach ungefähr einer Stunde fertig:


Alles in allem bin ich begeistert. Diese Tätigkeit, schöne nach Schafen riechende Wolle in Strickbares umzuwandeln ist total beruhigend auch wenn es sicher sehr viel Übung braucht, damit man hinterher auch einen Pulli draus stricken kann.

Dienstag, 16. März 2010

Oje - bald spinne ich...

Ich bin jemand, der immer alles ausprobieren möchte. So liebäugel ich auch schon lange Zeit heimlich mit dem Spinnen. Bloss braucht man dafür eine Handspindel oder ein Spinnrad. Handspindel erscheint mir etwas mühselig und Spinnräder sind teuer...

Aber jetzt hats mich doch gepackt. Ich habe mir probeweise ein Spinnrad gemietet. Donnerstag soll es kommen.



Ich habe mich nach langem Überlegen für ein Ashford Kiwi entschieden. Das ist ein Einsteigermodell, mit dem man aber (laut Verkäufer) alles spinnen kann. Außerdem ist es nicht so arg rustikal und nimmt deswegen auch wenig Platz weg.

Obwohl es natürlich auch 1000 andere tolle Modelle gibt.


Ich bin sooooo gespannt!

Montag, 15. März 2010

Für einen kleinen Neuzugang...

Für den Sohn meiner Freundin habe ich einen Durchschlafsack genäht. Der geht leicht und schnell zu nähen, wenn man einmal begriffen hat, wie das mit dem Reissverschluss funktioniert.
Die Stoffe sind vom Potsdamer Stoffmarkt und können jetzt auch hier bestellt werden. Gefüttert ist er mit hellblauem Jersey, der schon seit über 20 Jahren in meinem Stoffregal auf seinen Einsatz gewartet hat.

Die Stickdatei ist ein Freebie von hier.



Hier nochmal ein Detail:


Ich habe Größe 80/86 genäht damit er lange passt und weil der Sohn jetzt noch so winzig ist, gibt es ein paar extra Druckknöpfe zum Verstellen:



Dazu gibt es ein paar winzige "Bootees" nach einem Strickmuster von hier.



Ich hoffe, die Sachen gefallen und passen!

Freitag, 5. März 2010

Nach der Stickeritis nun die Strickeritis...

Im Moment muss ich aus familiären Gründen häufiger unterwegs sein als ich das normalerweise bin. Deswegen war es hier auch etwas stiller als sonst...

Da ich meine Nähmaschine nicht immer mitschleppen will / kann, habe ich mich wieder auf einfachere Techniken besonnen. Zwei Nadeln, ein bisschen Wolle und viel Zeit und schon hat man alles dabei um langweilige Stunden in Zügen, auf Bahnhöfen, Spielplätzen, Arztwartezimmern usw. zu füllen.

Eine unendliche Quelle der Inspiration für diesen Zweck ist Ravelry, ein englischsprachige Stricker- und Häkler-Homepage auf der man richtig Lust aufs "Nadeln" bekommt.

Hier ein paar Ergebnisse:




Socken, zu zweit auf einer Rundstricknadel gestrickt. Anfang ist an der Spitze und man arbeitet sich zum Bündchen hoch (super wenn man eine begrenzte Menge Wolle hat und stricken will, bis sie alle ist!)


Dieses Muster heisst Gail / Nightsong. Dies ist ein Schal aus 1,2 Knäuel grüner Lang Jawoll Magic. Aus dem Rest habe ich diese Mütze (Swirl Hat) gestrickt und jetzt ist immer noch etwas übrig...


Das hier ist noch in Arbeit: eine Kapuzen-Strickjacke aus dicker Wolle nach dem Muster "Arwen". Das Zopfmuster ist von beiden Seiten gleich und deshalb perfekt als Jackenblende...


Die dauert aber sicher noch etwas - da fehlt mir noch die Hälfte des einen Vorderteils, ein Ärmel usw.....

Freitag, 22. Januar 2010

Mein neuer Nähplan...

Ich habe gerade bei www.hobbyschneiderinnen.net einen SWAP angefangen. SWAP steht für Sewing with a plan und bedeutet, dass man sich vornimmt eine ganz neue Garderobe zu nähen, die untereinander kombinierbar ist.

Ich habe meine Stoffe durchgesehen und mir ein paar Sachen ausgesucht:




Das soll es dann werden:


Erstes Projekt:



Dazupassender Rock:


Und heute eine Stricktasche nach dem Ebook von Griselda:



Die Tasche gefällt mir eigentlich am besten!

Mittwoch, 13. Januar 2010

Kuschelwarm aus Doppelplüsch

Hier ein Kapuzenpulli für eine liebe Freundin:




Sie hat den Kapuzenpulli meiner Großen gesehen und gefühlt und spontan gewünscht: "So einen will ich auch"! Soll sie haben. Dieser ist nach einem stark abgewandelten HELENA-Schnitt von Farbenmix aus dunkelblauem Doppelplüsch genäht. Die Kapuze und die untere Ärmelkante ist mit dunkelblauem Jersey eingefasst. Die Stickdatei ist von Sanna.

Ich hoffe er gefällt und passt.

Montag, 11. Januar 2010

Schlau(ch)schal gegen die Eiseskälte...

nach einem selbstgebastelten Schnitt:



Da können keine losen Enden irgendwo hängenbleiben... :-)

Stoff: weiches Kuschelfleece (Doppelplüsch) Stickdatei Freebie von hier

Sonntag, 10. Januar 2010

Portemonnaie á la "Machwerk"

Die schönen Portemonnaies von Machwerk haben es mir schon lange angetan. Gottseidank kann man sich so kleine Träume ja erfüllen, indem man sich das E-Book kauft und anfängt zu experimentieren:

Das ist das erste Werk:



Hier hatte ich einen Patchworkstoff von Micheal Miller mit Lamifix bebügelt um den Stoff robuster und abwaschbar zu machen. Leider überlebt die Beschichtung das Wenden des Portemonnaies nicht und knittert und sieht hässlich aus. :-(

Außerdem was es mir etwas zu klein, weil z.B. Kreditkartenformate nicht richtig reinpassen.

Hier also der zweite Versuch:



Gefällt mir schon deutlich besser.



Ich habe den Schnitt um 4 cm verbreitert, damit 2 Karten nebeneinander passen:



Leider ist es immer noch nicht perfekt, da muss ich schon noch ordentlich üben...
Hier stehen die Innentaschen an einer Seite am Rand noch deutlich über.



Aber das Portemonnaie-Nähen macht Spass und deshalb werden (hoffentlich perfektere) folgen.