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Sonntag, 28. März 2010

Mein eigenes Spinnrad ...

Nachdem mir die ersten Spinnversuche so viel Spass gemacht haben, habe ich mich mal "ganz unverbindlich" so bei Auktionshäusern und Annoncenblättchen im Internet nach gebrauchten Spinnrädern umgeguckt.

Außerdem habe ich mit Anita von der Handspinngilde ein Treffen vereinbart um mir mal die Kniffe des Spinnens zeigen zu lassen. Jetzt kann ich z.B. auch mit einer Handspindel umgehen :-)

Bei Anita durfte ich ihr uraltes "Henkys" ausprobieren und war sofort bis über beide Ohren verliebt. Solide, exakte Handwerksarbeit, pures Holz - für die Ewigkeit gemacht. Kein Plastik, kein Pressspan - einfach nur Holz, Metall und Leder - ganz schlicht und klassisch. Es spinnt sich wunderbar leise und leicht. Anitas Rad ist ca 30 Jahre alt und super eingesponnen - wird aber heute noch fast baugleich hergestellt. So eins wollte ich auch...

Und da stiess ich auf eine Annonce für ein Spinnrad ca. 60 km von mir entfernt - und nach dem Foto sah es ganz wie ein "Henkys", also ein Spinnrad von hier aus. Also nahm ich mit der Anbieterin Kontakt auf - und es war noch zu haben. Ich fuhr hin, sah es und nahm es direkt mit. Leider hat die Vorbesitzerin damit dreckige ungewaschene Wolle gesponnen, die Spulen waren noch voll von dem Zeug und das Rad war ziemlich verdreckt und klemmte ein bisschen. Es war einfach sehr vernachlässigt.

Also bin ich zu den Henkys nach Wallmow gefahren. Das sind wirklich die nettesten Leute, die ich seit langem getroffen habe. Obwohl ich unangemeldet vor ihrer Werkstatt stand waren sie unglaublich freundlich und hilfsbereit. Mein neuerstandenes Rad wurde auseinandergenommen, gereinigt, die alte Wolle entfernt und wieder zusammengebaut. Dann probegesponnen und nochmal eingestellt. Und das alles einfach so!

Dann bekam ich viele gute Tipps und fuhr glücklich mit meinem ersten eigenen Spinnrad nach Hause:



Ist es nicht schön?