Samstag, 17. April 2010

Mein Saroyan ist fertig!



Er ist nach dem Blocken 2,05 x 37 cm groß, etwas kratzig aber gefällt mir sehr.

Insgesamt habe ich 227 g von meiner handgesponnenen, navajoverzwirnten Wolle dafür verstrickt - was mache ich mit den 20 g die übrig sind???

Ein paar Socken

Aus Opal Wolle "Der Schafpate" nach einer Anleitung aus dem Buch "Der Socken-Workshop".
Die Wolle ist wirklich toll und ich trage diese Socken jetzt schon eine Weile und finde sie einfach super....



Freitag, 16. April 2010

Eine Heimat für meine Wolle

Nachdem meine Katzen meine Knäuel aus Kardenband für sich als Trainingspartner im "wild-auf-der-Erde-rumtoben"-Disziplin entdeckt haben brauchte ich einen Platz für mein Arbeitsmaterial.

Am liebsten direkt da, wo ich die Wolle auch brauche - am Spinnrad.




Den nächsten Beutel mache ich wahrscheinlich ohne Beschriftung - dann passt es noch besser zum Spinnrad.

Donnerstag, 15. April 2010

Bin nicht faul...

im Moment wird nur irgendwie wenig fertig, weil ich soviel auf einmal mache...

Z.B. Corriedale zum Verzwirnen mit meiner selbstgefärbten Eiderwolle...



Dann natürlich die selbstgefärbte Eiderwolle:


Mein Saroyan nähert sich auch langsam dem Ende...



Damit möglichst alle Welsh-Wolle genutzt wird, ist der Schal jetzt sehr lang und etwas breiter als in der Anleitung vorgesehen. 8 statt 6 Wiederholungen in dem Zunehm-Teil, 14 statt 10 im geraden Teil... Das dauert natürlich etwas macht aber viel Spass...



Leider erkennt man die schöne Blätterstruktur nicht gut.

Mittwoch, 14. April 2010

Aktives Museum Handweberei

Da das Wetter in den Osterferien so toll war sind wir mit dem Fahrrad losgezogen - ins ca. 25 km entfernte Caputh am Schwielowsee.

Hier fand es schon Albert Einstein schön und das ist auch kein Wunder - Caputh ist einfach toll!



Noch etwas tolles gibt es auf der anderen Seite des Schwielowsees: Das "Aktive Museum über Handweberei" in Geltow.



In diesem unscheinbaren Haus befindet sich das Handweberei-Museum mit angeschlossenem Leinenladen:



Und drinnen sieht es so aus:


Schären einer Kette


Die Spulen-Wickel-Maschine einfach


Die Spulen-Wickel-Maschine kompliziert


Einer von vielen uralten aber noch viel benutzten Webstühlen




Das ist ja alles ganz schön schwer zu durchschauen! Aber gottseidank kann man überall ganz nah dran, darf alles anfassen, angucken und fragen, fragen, fragen...


Hier werden wunderschöne Stoffe hergestellt.


Und überall stehen Spinnräder aus verschiedenen Epochen.



Die gewebten Stoffe kann man dann verarbeitet als Kissenhüllen, Handtücher usw. kaufen, Frau Schünemann verkauft die Stoffe aber auch meterweise. Und diese Stöffchen sind wirklich traumschön.

Es ist nicht ganz billig aber es steckt ja auch viel Liebe in jedem Faden!



Für Wollbegeisterte und andere ist das wirklich ein schöner Anblick...



Das war wirklich ein schöner Ausflug!

Dienstag, 6. April 2010

Soll ich oder soll ich nicht?

Mein Spinnrad hat nur einen Einzeltritt, d.h. ich trete immer mit dem rechten Bein.

Wenn ich viel spinne fängt mein rechtes Knie an zu "mucken".

Soll ich mein Rädchen auf Doppeltritt umrüsten?

Hat jemand Erfahrung mit dem Umrüsten?

Sonntag, 4. April 2010

Baktus - der Anfang

Nachdem die Wolle für mein Saroyan fertig gesponnen ist und der Schal "nur noch" gestrickt werden muss habe ich schon mal einen neuen Plan gefasst:

Einen Baktus-Schal nach einer Inspiration von Ravelry. Entweder in der schlichten Version oder in der "Lacy"-Version, dann aber wahrscheinlich mit Streifen einer einfarbigen Wolle.

Also habe ich mir Javana Batik-Textilfarbe, Essigessenz und ein bisschen weisse Eiderwolle besorgt und den Kochtopf rausgeholt:




Ich habe den Strang längsgeteilt und will so die Farbverläufe etwa symmetrisch hinbekommen.



Die Farben gefallen mir supergut und ich freue mich sehr aufs Verspinnen.


Samstag, 3. April 2010

Unser tierischer Frühlingsgast

Das zweite Knäuel Welshwolle ist fertig gesponnen und nimmt grade ein Entspannungsbad.

Knäuel 1: 117 g = 188,4m (Lauflänge 160 m / 100g)
Knäuel 2: 140 g = 266,4m (Lauflänge 190 m / 100g)

Ich hoffe, dieser Unterschied macht sich nicht allzusehr bemerkbar.

Hier nochmal ein Bild von der wunderschönen Schoko-Farbe:



Die Welshwolle kriegt man übrigens beim Wollschaf.

Außerdem haben wir einen lieben Frühlingsgast: eine AMSEL.



Die hat ihr Nest GENAU über unserer Haustür gebaut, so dass wir jetzt also den ganzen Tag unter ihr hin und herlaufen. Das scheint sie gar nicht weiter zu stören.



Nur fotografiert werden fand sie nun wirklich nicht gut. Deswegen guckt sie wohl auch so pikiert.


Mittwoch, 31. März 2010

Saroyan - alles selbstgemacht...

In meinem ersten Wollpaket hatte ich diese wunderschön schokobraune Welsh-Wolle. 300 g. Was macht man also damit?

Na, erstmal mein schönes neues Rad warmlaufen lassen:





Dann Navajo-Verzwirnen, damit ich einen schönen runden Strickfaden bekomme. Und dann mit Hilfe der Nostepinne zu einem schönen Knäuel wickeln:



Und dann kanns mit dem Stricken losgehen:
vlnr: Strickwolle, Strickstück, Kammzug


Strickmuster Saroyan von Liz Abinante auf Ravelry.com

Sonntag, 28. März 2010

Mein eigenes Spinnrad ...

Nachdem mir die ersten Spinnversuche so viel Spass gemacht haben, habe ich mich mal "ganz unverbindlich" so bei Auktionshäusern und Annoncenblättchen im Internet nach gebrauchten Spinnrädern umgeguckt.

Außerdem habe ich mit Anita von der Handspinngilde ein Treffen vereinbart um mir mal die Kniffe des Spinnens zeigen zu lassen. Jetzt kann ich z.B. auch mit einer Handspindel umgehen :-)

Bei Anita durfte ich ihr uraltes "Henkys" ausprobieren und war sofort bis über beide Ohren verliebt. Solide, exakte Handwerksarbeit, pures Holz - für die Ewigkeit gemacht. Kein Plastik, kein Pressspan - einfach nur Holz, Metall und Leder - ganz schlicht und klassisch. Es spinnt sich wunderbar leise und leicht. Anitas Rad ist ca 30 Jahre alt und super eingesponnen - wird aber heute noch fast baugleich hergestellt. So eins wollte ich auch...

Und da stiess ich auf eine Annonce für ein Spinnrad ca. 60 km von mir entfernt - und nach dem Foto sah es ganz wie ein "Henkys", also ein Spinnrad von hier aus. Also nahm ich mit der Anbieterin Kontakt auf - und es war noch zu haben. Ich fuhr hin, sah es und nahm es direkt mit. Leider hat die Vorbesitzerin damit dreckige ungewaschene Wolle gesponnen, die Spulen waren noch voll von dem Zeug und das Rad war ziemlich verdreckt und klemmte ein bisschen. Es war einfach sehr vernachlässigt.

Also bin ich zu den Henkys nach Wallmow gefahren. Das sind wirklich die nettesten Leute, die ich seit langem getroffen habe. Obwohl ich unangemeldet vor ihrer Werkstatt stand waren sie unglaublich freundlich und hilfsbereit. Mein neuerstandenes Rad wurde auseinandergenommen, gereinigt, die alte Wolle entfernt und wieder zusammengebaut. Dann probegesponnen und nochmal eingestellt. Und das alles einfach so!

Dann bekam ich viele gute Tipps und fuhr glücklich mit meinem ersten eigenen Spinnrad nach Hause:



Ist es nicht schön?